Anders als grundsätzlich bei einer Privatperson, kann bei Gesellschaften/ Unternehmen eine Pflicht bestehen, einen Insolvenzantrag zu stellen. Dabei ist gelegentlich nicht ganz einfach zu beurteilen, ob eine solche Pflicht besteht, also ein Insolvenzgrund besteht. Dies gilt insbesondere für den Insolvenzgrund der Überschuldung. Diese ist nicht so leicht festzustellen wie das Vorliegen des anderen wesentlichen Insolvenzgrundes, der Zahlungsunfähigkeit. Aber auch die drohende Zahlungsunfähigkeit kann zur Stellung des Insolvenzantrages verpflichten. Besonders fatal wirkt sich aus, dass das Versäumen der rechtzeitigen Antragstellung mit einer persönlichen Haftung desjenigen verbunden ist, der den Antrag hätte stellen müssen.
 

Schwerpunkte:

  • Beginn der Krise/ Analyse/ Vorbeugende Maßnahmen
  • Antragsfrist/ Antragspflicht
  • Antragstellung
  • Vertretung gegenüber dem Insolvenzverwalter als auch gegenüber dem
         Insolvenzgericht oder Gläubigern sowie in einem möglichen       Strafverfahren wegen Insolvenzverschleppung

 
Auch wenn der Insolvenzantrag rechtzeitig gestellt wurde, können sich im weiteren Verlauf diverse Streitigkeiten mit Gläubigern, dem Insolvenzgericht oder dem Insolvenzverwalter ergeben. Dies gilt umso mehr, wenn der Insolvenzantrag nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nicht rechtzeig gestellt wurde.