Beim Werkvertrag schuldet der Werkunternehmer dem Werkbesteller die Herstellung eines Werkes, das heißt die Herbeiführung eines bestimmten Erfolges tatsächlicher Natur und der Werkbesteller als Gegenleistung dem Werkunternehmer den vereinbarten Werklohn. Dabei ist es unerheblich, ob das Werk eine Sache oder ein unkörperliches Produkt von Arbeit (z. B. Software) ist. Der rechtliche Werkbegriff in diesem Sinne umfasst materielle und immaterielle Sachen, ähnlich wie auch Erfolgsergebnisse einer Dienstleistung, die aber unterschiedlicher rechtlicher Beurteilung unterliegen. Darüberhinaus ist der Werkvertrag gegebenenfalls abzugrenzen vom Kaufvertrag. Dabei ist beim Werkvertrag im Gegensatz zum Dienstvertrag ein bestimmter Erfolg geschuldet und nicht lediglich eine Tätigkeit. Beim Kaufvertrag ist nicht die Herstellung, sondern die Verschaffung der Sache Vertragsinhalt.

 

Kompetenzbereiche:

  • Rechte des Werkunternehmers
       Abnahme
       Vergütung
       Entgangener Gewinn
       Nachbesserung
  • Rechte des Bestellers
       Mängelbeseitigung/ Gewährleistung
       Nachbesserung
       Rücktritt
  • Schadensersatz
  • Selbstvornahme
  • Minderung
  • Gewährleistungsfrist